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Bauen in Spanien: die Unterschiede zu Nordeuropa

Rohbau mit Betontragwerk und Schalung in Moraira

3 Min. LesezeitDaan Groen, Altea

Kunden fragen uns regelmäßig, wie sich die Bauweise in Spanien von der in Nordeuropa unterscheidet, etwa in den Niederlanden und Belgien. Auch bei bestehenden Häusern kommt die Konstruktion schnell zur Sprache, denn sie bestimmt, was bei einem Umbau möglich ist. Wo liegen die Unterschiede?

Innerhalb der EU gelten allgemeine Normen für das Bauen, zum Beispiel Mindestwerte für Wärme- und Schallschutz. Beim Entwurf eines neuen Projekts oder einer Villa berücksichtigt der Architekt diese Normen, die spanischen Bauvorschriften und die Regeln der Gemeinde, etwa den Abstand zur Grundstücksgrenze und die maximale Bauhöhe.

Klima und Boden

Auch wenn die EU Richtlinien vorgibt, können die Verhältnisse in einem Land eine andere Ausführung erfordern, ohne dass die Normen darunter leiden. Ein wärmeres Klima verlangt eine andere Art der Dämmung, die Bodenbeschaffenheit ein anderes Fundament.

Der Bau eines spanischen Hauses gliedert sich im Grunde in drei Phasen: das Tragwerk, das Mauerwerk und den Ausbau.

Das Tragwerk

Das Tragwerk ist die Grundlage jedes Hauses und beginnt deshalb schon im Boden. Das Fundament besteht aus Stahlbeton, in den auch die Fundamente der Stützen eingebunden sind.

Das Fundament liegt nicht nur unter den Wänden, sondern ist an mehreren Stellen untereinander verbunden, für ein solides und stabiles Ganzes. Mit Schalung werden die Stahlbetonstützen hochgezogen und mit der Geschossdecke verbunden.

Diese Geschossdecke besteht aus vorgefertigten Betonträgern mit einer Bewehrung darüber; anschließend wird der Beton in die Schalung gegossen. Fundament, Stützen und Decken bilden so eine massive Einheit aus Stahlbeton.

Mauerwerk und Dämmung

Steht das Tragwerk, beginnt das Mauerwerk, von innen nach außen. Zuerst wird die Außenschale des zweischaligen Mauerwerks gemauert, mit den Aussparungen für Fenster und Türen. Danach folgt die vorgeschriebene Dämmung.

Meist wird diese Dämmung gespritzt: Unter hohem Druck wird ein Kunststoffschaum (PUR) aufgebracht. So wird keine Stelle ausgelassen, und der Hohlraum zwischen den Schalen ist optimal gedämmt.

Der große Unterschied zu Nordeuropa: Im sonnigen spanischen Klima will man vor allem die Hitze draußen halten. Deshalb sitzt die Dämmung an der Innenseite der Außenschale. In den Niederlanden und Belgien dämmt man dagegen die Innenschale, gerade um die Wärme im Haus zu halten.

Ausbau

Ist das Mauerwerk fertig, werden die Wasser- und Stromleitungen verlegt, in die Wände eingefräst oder im Boden geführt. Nach dem Einbringen des Estrichs folgen die Fliesenarbeiten. Böden werden in Spanien fast immer gefliest; es gibt sogar Fliesen in Holzoptik, die innen wie außen passen. Weil es an der Costa Blanca keinen Nachtfrost gibt, können die Innenfliesen auf der Terrasse weiterlaufen, dort in der rutschhemmenden Ausführung.

Die Fensterrahmen sind meist aus Aluminium, immer mit Doppelverglasung und auf Wunsch mit Sicherheitsglas. Danach folgt der übrige Ausbau, etwa das Spritzen der Innenwände und der Anstrich der Fassade. Fast alle Fenster erhalten Roll- oder Fensterläden oder Sonnenschutzglas, um Sonne und Hitze draußen zu halten.

Tipp: Sorgen Sie für eine gute Begleitung

Was beim Kauf eines bestehenden Hauses gilt, gilt erst recht beim Bau Ihrer eigenen Villa unter spanischer Sonne. Das Bauunternehmen Daan Groen begleitet Sie und bespricht alle Ihre Fragen, damit Ihre Wohnwünsche richtig in den Entwurf übersetzt und von einem professionellen Team umgesetzt werden. Mehr zum Neubau mit Daan Groen.

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